Am Morgen glitzert der Rake-Kanal zwischen Farnen und Mauern. Wir gehen langsam, lauschen den Geräuschen, betrachten Holzkonstruktionen und ihre Reparaturspuren. Diese Ruhe überträgt sich auf die Hände: gleichmäßige Spannungen, klare Anfänge, geduldige Entscheidungen, wenn Kurven erscheinen oder ein Motiv einen eleganten Richtungswechsel verlangt.
Im Schloss Gewerkenegg, heute Museum, begegnen sich Bergbau, Stadtgeschichte und Spitzenkunst. Vitrinen, Modelle und alte Werkzeuge weiten den Blick für Maßstäbe, Materialkreisläufe und Erfindergeist. Danach wirken einfache Linien überraschend bedeutungsvoll, weil jedes Detail in einen größeren Zusammenhang fällt und dein nächster Stich bewusster geschieht.
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